Speiseröhrenerweiterung Weißer Schäferhund Megaösophagus Weißer Schweizer Schäferhunde

Weiße Schweizer Schäferhunde - Berger Blanc Suisse

Speiseröhrenerweiterung Weißer Schweizer Schäferhund Megaösophagus Weisse Schäferhunde Welpen

Über die Speiseröhrenerweiterung auch Megaösophagus genannt 
beim Weißen Schäferhund

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Was ist ein Megaösophagus

Der Megaösophagus ist eine Erkrankung der Speiseröhre, die bei verschiedenen Haustierarten vorkommt und entweder erblich bedingt oder als Folge einer 
zugrundeliegenden Erkrankung auftreten kann. Ein Megaösophagus kann angeboren sein, kann aber prinzipiell auch in jedem Alter neu auftreten. ...
Quelle: Wikipedia
 



Die Angeborene bzw. vererbte Speisenröhrenerweiterung (SE) tritt Vereinzelt in der Rasse Weißer Schäferhunde auf.
Wir haben uns mit diesem Thema sehr intensiv befasst, da wir selbst zwei Welpen (unterschiedlicher Verpaarungen und Mütter) mit Megaösophagus Euthanasieren lassen mussten. 
Es war für uns sehr Niederschmetternd als wir damals die Diagnose Speiseröhrenerweiterung (SE) bekamen.

Der erste Welpe mit SE wurde 2003 geboren da stellte sich aber im Nachhinein heraus das damals das Neospora Caninum (Neosporose) dafür verantwortlich gewesen war.

Der zweite Welpe wurde 2011 geboren ,da ergab sich für uns die Wahrscheinlichkeit einer Erberkrankung, diese nicht über die Mutterlinie zu vermuten ist, da alle Würfe vorher auf SE geröntgt worden sind und auch alle Welpen frei von SE waren (mit verschiedenen Deck-Partnern).
Die Speiseröhre der Mutterhündin wurde als Welpe mit 8 Wochen geröntgt und wies auch keine Speiseröhrenerweiterung auf.
Uns wurde im Nachhinein mitgeteilt das in den Ahnen des Vaters das Gen der Speisenröhrenerweiterung zu vermuten ist.

Auf den Bildern rechts sehen Sie zwei Bilder eines SE Welpen. 
Auf dem Bild mit Kontrastmittel, kann man sehr gut Erkennen wo die Aussackung der Speiseröhre zu sehen is
t
.

Speisenröhrenerweiterung Weißer Schweizer Schäferhunde - Berger Blanc Suisse
Röntgen ohne Kontrastmittel 

Megaösophagus Weisse Schäferhunde Welpen und Weißer Schäferhund
Röntgen mit Kontrastmittel



Speiseröhrenerweiterung (Megaösophagus) kann verschieden schwere Ausprägungsgrade zeigen. Erste Symptome eines Megaösophagus sind Würgen bei oder auch noch
einige Zeit nach der Nahrungsaufnahme.

Bei unseren Welpen zeigte es sich schon ca. mit acht Tagen durch gehäuftes „Ausschütten“ direkt nach der Milchaufnahme. Es kam auch vor das den Welpen einige Zeit später
 beim Schlafen die Milch aus der Nase lief und dies dann fast zur Erstickung des Welpen führte.

Diese zwei Welpen haben wir damals in einer Tierärztlichen Klinik untersuchen lassen und auch auf anraten des Tierarztes schweren Herzens einschläfern lassen.

Es gibt auch leichte Formen von Speiseröhrenerweiterung, die sich beim Heranwachsen des Welpen auswachsen und ein Leben lang keine Schwierigkeiten verursachen. 



Aus Gründen der Zuchthygiene sollten Welpen mit Speiseröhrenerweiterung und auch deren Wurfgeschwister nicht in der Zucht eingesetzt werden. 
Auch wenn die Welpen selbst gesund erscheinen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass das Gen der Speiseröhrenerweiterung bei den Welpen vorhanden ist, und bei Zuchtverwendung weitergegeben wird. 

Noch etwas erscheint uns sehr wichtig und es kann gar nicht eindringlich genug deutlich gemacht werden.

Es gibt Vereine die in den Zuchtordnungen einen Passus enthalten haben der besagt

"Hunde, die nachweislich Welpen mit Missbildungen hervorgebracht haben, ist ein Attest des Tierarzt vor zu legen."
oder
"Der Tierarzt muss bestätigen, wie Hündin und Welpen beschaffen sind, ob Welpen tot geboren sind, ob Missbildungen
aufgetreten sind. Ein Attest ist bei der Einreichung der Wurfabnahme dem Zuchtbuchamt mit vorzulegen."

Dies steht zwar in der Zuchtordnung wird aber in einigen Vereinen nicht so gehandhabt.
Es ist also Tür und Tor geöffnet Erberkrankungen zu Verschleiern.


Deshalb Empfehlen wir den Interessenten sich das Zwingerbuch der Zuchtstätte vorlegen zu lassen, 
darin muss oder sollte alles enthalten sein. 

Gesundheitsuntersuchungen der Zuchthündinnen


Wurfmeldeschein: 
Dieser wird nach der Geburt der Welpen, ausgefüllt von einem Tierarzt und zum Zuchtbuch des Vereins gesendet.
Darin sind enthalten: Angaben zur Hündin, Wurfstärke, wie viele Welpen beim Wurf belassen, wie viele Welpen Verendet,
normale Geburt, Kaiserschnittgeburt, Leer geblieben, Eindruck und Merkmale der Welpen, Zustand der Zuchthündin. 


Wurfabnahmeschein: 
Der Züchter hat die Pflicht den Wurfabnahmeschein ans Zuchtbuchamt zu senden, dieser muss wiederum von einen 
Zuchtwart oder Tierarzt unterschrieben worden sein.
Sind bis zur Wurfabnahme Welpen verstorben, so müssen diese mit aufgeführt werden.
Auch sind im Wurfabnahmeschein festgehalten, die Haltungsbedingungen, die Gesundheit und Konstitution der Welpen, 
die Konstitution der Mutterhündin, die rassetypischen Merkmale der Welpen. 
Die einzelnen Welpen werden begutachtet: Korrektes Gebiss, Fell, Ungezieferbefall, Wirbelsäule und Rute in Ordnung, 
artgerechtes Wesen, bei Rüden müssen beide Hoden vorhanden sein.

Hier müssen wir auch erwähnen das es manche Vereine nicht sehen wollen das Euthanasierte Welpen mit dazu gehörigem Gesundheitsattest in den 
Wurfabnahmeschein mit aufgenommen werden.

Deckschein: 
Der Deckschein ist vom Besitzer des Deckrüden sofort nach vollzogenem Deckakt auszufüllen und an den Hündinnen-Besitzer auszuhändigen. 
Beide Hundebesitzer müssen sich vor dem Deckakt vergewissern, das beide Hunde zuchttauglich sind.


Wurfprotokoll:
 
In diesem sind alle Einzelheiten notiert, wie etwa die Lage des Welpen beim Austritt, 
das Geschlecht, das Gewicht, wie der Welpe sich nach der Geburt verhält oder ob er sonst irgendwelche Besonderheiten hat.

Gewichtstabelle der geborenen Welpen

Attest der Euthanasierten oder Erkrankten Welpen.
 
Das Attest wird von einem Tierarzt oder einer Tierklinik ausgestellt.

Das Zwingerbuch, 
bietet sowohl dem Züchter als auch dem Welpeninteressenten vollkommene Übersicht, Transparenz der jeweiligen Zucht. 
Es enthält eine vollständige Übersicht aller gesundheitlich relevanten Daten der Zuchthunde.
Natürlich finden Sie in dem umfangreichen Zwingerbuch alle Notwendigen Unterlagen wie Gesundheitsprüfungen, 
Atteste und Laborbefunde für die Zucht. 
DNA-Gentests sind ebenso enthalten wie Ahnennachweise. Einfach ALLES was ein Züchter für eine erfolgreiche
Zucht braucht.

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